Warum Versicherer genau hinschauen
Die Schadenquoten bei Cyberversicherungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Folge: Versicherer prüfen vor Vertragsschluss detailliert, welche Sicherheitsmaßnahmen ein Unternehmen umgesetzt hat. Unzureichende Maßnahmen führen zu Ablehnung, höheren Prämien oder eingeschränktem Deckungsumfang.
Typische Anforderungen der Versicherer
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Für Fernzugriffe, E-Mail, Admin-Konten und Cloud-Dienste. Oft eine Ausschlussbedingung, wenn MFA fehlt.
- Backup-Strategie: Regelmäßige, getestete Backups, die offline oder in einem isolierten Netzwerksegment liegen (Schutz vor Ransomware-Verschlüsselung).
- Patch-Management: Dokumentierter Prozess, kritische Patches innerhalb definierter Fristen eingespielt.
- Mitarbeiterschulungen: Nachweisbare, regelmäßige Schulungen zu Phishing und Cybersicherheit.
- Incident-Response-Plan: Dokumentiert, getestet, mit klaren Zuständigkeiten.
- Netzwerksegmentierung: Trennung kritischer Systeme vom allgemeinen Netzwerk.
- Endpoint Protection: Aktuelle Schutzsoftware auf allen Endgeräten.
Obliegenheiten im Vertrag
Viele Cyberversicherungsverträge enthalten Obliegenheiten: Pflichten, die Sie während der Vertragslaufzeit einhalten müssen. Verstöße können im Schadenfall zur Leistungskürzung oder -verweigerung führen. Typische Obliegenheiten: MFA aufrechterhalten, Patches einspielen, Schulungen regelmäßig durchführen.
Dokumentation als Schlüssel
Im Schadenfall müssen Sie nachweisen, dass Sie Ihre Obliegenheiten erfüllt haben. Das bedeutet: lückenlose Dokumentation von Schulungen, Patch-Status, Backup-Tests und Sicherheitsmaßnahmen.
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